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Warum ich Videospiele mag: Gaming-Spinoffs als sinnvolle Ergänzung

Malte | 14.08.17 | / | 3 Kommentare
Ich weiß noch, wie begeistert ich damals war. Das Videospiel 'Enter the Matrix' wurde angekündigt und sollte nicht nur ein einfaches Spiel sein. 'Enter the Matrix' wollte etwas ganz Neues erreichen, wollte Videospiele auf eine neue Ebene heben. Bis dahin gab es zwar immer mal wieder Spiele zu bestimmten Lizenzen, in denen wurde aber entweder die vorhandene Geschichte nachgespielt oder die Charaktere benutzt, um sie in passende Situationen zu stecken, die irgendwie Spaß machen könnten.
Nette Idee, schreckliches Spiel: Enter the Matrix

Film + Videospiel = Holla, die Waldfee!


Nun sollte es aber ein Spiel geben, dass die Geschichte der Matrix-Trilogie ergänzt. Wenn man als Fan wirklich alles aus dem Universum der Matrix aufsaugen musste, war es unbedingt notwendig, das Spiel zu spielen. Da war es für mich natürlich klar, dass ich als riesiger Matrix-Fan auch dieses Spiel haben musste. Dass dieses Prinzip auch schon vorher genutzt wurde, war mir zwar in den tiefen meines Gedächtnisses bewusst, aber hey: Es war Matrix! Es sollte Überschneidungen mit dem Film geben! Wie geil war das denn?

Mittlerweile bin ich kein überschwänglich begeisterter Teenager mehr. Die Matrix-Filme locken mich nicht mehr hinter dem Ofen hervor, wenn man den ersten Teil mal außen vor lässt und ich sehe recht deutlich, dass „Enter the Matrix“ ein absolut grauenhaftes Spiel war. Abgesehen von der miserablen Steuerung, schlecht funktionierenden Mechaniken und einer Farbpalette der Umgebung, die fast ausschließlich aus braun und grau besteht, ist mir mittlerweile klar, dass die erzählte Geschichte einfach nicht gut ist. Anstatt die Grundlage der Filme zu nehmen und ihr einen Mehrwert zu geben, wurde vielmehr versucht, so oft wie möglich zu zeigen: „Hey, das kennt ihr auch aus dem Film, das ist bei uns hier auch wichtig!“

Trotzdem: 'Enter the Matrix' machte klar, dass Videospiele einen elementaren Teil popkultureller Phänomene darstellen können, die über die Grenzen eines einzelnen Mediums hinausgehen. Während es schon lange Usus war, Bücher und Filme miteinander zu kombinieren oder in das andere Medium zu transferieren, kam ein neues Medium mit ins Spiel. Und die Möglichkeiten schienen grenzenlos. Die kulturelle Bedeutung von Videospielen bekam in den letzten Jahren einen anderen Stellenwert, bekannte Franchises bekamen komplette Buchreihen (HALO, World of Warcraft, Mass Effect) und Filmableger, die mehr waren als nur mittelmäßiger, unterhaltsamer oder schlechter Trash. Die Verfilmungen von Prince of Persia, Silent Hill, Assassin's Creed oder World of Warcraft steigen sicherlich nicht in die Sphären filmischer Hochkultur auf! Es wurde allerdings einiges an Geld in die Hand genommen, da zumindest das Potential erkannt wurde, welches im Übertragen einer Geschichte auf ein neues Medium liegt.

Die Spreu vom Weizen der Lizenzspiele


Das Ganze schreibe ich, weil ich im Folgenden ein paar Beispiele zeigen möchte, in denen Videospiele bereits vorhandene Geschichten aufwerten und ergänzen, anstatt sie einfach nur nachspielen zu lassen. Der große Vorteil am Videospiel ist nämlich die aktive Rolle, die ihr als Konsument*in einnehmt. Im Gegensatz zu einem Buch oder einem Film seid ihr nicht nur in einer passiven, beobachtenden Rolle, die Charaktere liegen hier in eurer Hand. Eure Entscheidungen, euer Verhalten hat einen direkten Einfluss auf das Geschehen und den Fortlauf der Geschichte. Damit bekommen selbst einfache Momente, die in einer anderen Erzählform langweilig oder schlecht geschrieben wirken würden, eine ganz andere Gewichtung.

Die Geschichten, egal ob völlig neue oder (da das der Fokus dieses Artikels ist) die euch bekannten, ziehen euch auf eine ganz andere, intensive Weise in ihr Universum. Wenn es dann noch Inhalte sind, die ihr nicht schon aus einem anderen Medium kennt, sondern diese ergänzen, da Unbekanntes erzählt wird, bieten Videospiele eine großartige Möglichkeit, einem Setting mehr Tiefe zu verleihen und Charaktere weiter auszubauen. Das große Potential, welches darin liegt, eine Geschichte auf mehrere Medien auszubreiten, ist nämlich noch lange nicht alltäglich und daher bei weitem nicht ausgeschöpft. Ein paar Perlen gibt es aber schon, die ihr euch anschauen solltet und die verdeutlichen, weshalb ich Videospiele so sehr schätze. Dabei stelle ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sollten euch weitere Beispiele einfallen, bin ich für jeden Hinweis in den Kommentaren dankbar!

Game of Thrones – A Telltale Game


Lenkt die Geschicke des Hauses Forrester
Das Spiel, weswegen ich überhaupt auf die Idee gekommen bin, diesen Text zu schreiben, war Telltales Ergänzung zur Serie. Ihr spielt die Mitglieder des Hauses Forrester während der Ereignisse der dritten und vierten Staffel der Fernsehserie. Die Forresters werden dort nicht erwähnt, doch trotzdem werden sie im Spiel sehr gut in die große Geschichte eingewoben. Ab und zu gibt es Überschneidungen, die euch zeigen, wo ihr euch gerade im Verlauf des Kampfes um den eisernen Thron befindet und müsst trotzdem eure eigenen Probleme bewältigen, die durch die Entscheidungen der aus der Serie bekannten Charaktere für euch auftreten. Das passiert im für das Studio typischen Ablauf, dass ihr selber Entscheidungen für eure Charaktere treffen müsst, die Einfluss auf das weitere Geschehen haben. Wem schwört ihr Treue, wem stoßt ihr vor den Kopf? Diese Entscheidungen liegen in eurer Hand und wenn ihr die Serie oder die Bücher kennt, dann wisst ihr, dass so etwas nicht leichtfertig entschieden werden sollte. Telltales Game of Thrones ist für mich das perfekte Beispiel, um zu zeigen, dass Videospiele eine vorhandene Geschichte ergänzen können, indem sie diese erweitern und euch neue Einblicke liefern.
Es steht aber auch stellvertretend für die anderen Spiele der Spieleschmiede, die allesamt auf diversen Lizenzen beruhen und ihre eigenen Geschichten in diesem Spielprinzip erzählen. Game of Thrones ist allerdings deswegen besonders, weil es eben keine für sich allein stehende Geschichte erzählt, sondern neben einer uns bekannten herläuft.

Indiana Jones and the Fate of Atlantis


Für einige die einzig wahre Fortsetzung
Chronologisch gesehen fällt mir als ältestes Beispiel das Lucas Arts Adventure aus dem Jahr 1992 ein. Für viele gilt Indiana Jones and the Fate of Atlantis auch heute noch als der offizielle vierte Teil rund um den abenteuerlustigen Professor. Während ihr im Vorgänger den dritten Film nachspielt, wurde hier ein komplett neues Abenteuer geschrieben, welches euch die Möglichkeit gibt, Indy nach eurem Geschmack durch ein neues Abenteuer zu schicken. Es lag an euch, ob ihr Probleme mehr mit den Fäusten oder mit Köpfchen lösen wolltet. Ihr hattet es also in der Hand, einen euch ans Herz gewachsenen Filmcharakter nach euren Vorstellungen zu formen. Dementsprechend verlief die Geschichte auch je nachdem, wie ihr Indiana Jones ausgelegt habt. Wenn euch der vierte Film nicht zusagt, ihr aber mehr Abenteuer mit eurem Lieblingsarchäologen haben wollt, ist das Spiel genau das richtige.
(Kurzer Hinweis: Da es sich ebenfalls um ein Adventure handelt, werde ich es nicht gesondert aufzählen, das Adventure zu Zurück in die Zukunft überzeugt allerdings auf ähnliche Weise. Auch hier habt ihr die Möglichkeit, eine neue Geschichte mit Doc und Marty zu erleben, die so in filmischer Form nicht möglich gewesen wäre und die euch selbst vor die Dilemmata einer Zeitreise stellt.)

Diverse Star Wars Spiele


Star Wars bietet massig Auswahl an Spielen fernab der Filme
Star Wars war wohl eines der ersten Franchises, das sein Universum in diversen Medien ausgebreitet hat. Neben den Filmen kamen schnell Bücher und Comics dazu, die andere Geschichten erzählten, welche in den Filmen nicht zu sehen waren. Doch auch in Videospielen wurden sehr früh alternative Geschichten erzählt. Bereits 1993 hattet ihr mit der X-Wing-Reihe die Möglichkeit, neue Missionen für die Rebellen, in späteren Teilen auch im Tie Fighter für das Imperium zu fliegen. Später gab es mit 'Knights of the old Republic' oder 'The Force Unleashed' weitere Spiele, die vom unglaublich großen Universum der Star Wars-Reihe profitierten und neue Charaktere erschufen, die wunderbar vorhandene Vorlagen aufgriffen und der Welt rund um Jedis, Rebellion und Weltraumschlachten ganz neue Kniffe gaben. Die schiere Masse an Erweiterungen des Universums macht es mir unmöglich, mich auf eines der Spiele als Beispiel festzulegen. Zwar sind die alten Spiele offiziell nicht mehr im Kanon der Filmreihe, seit Disney sich die Rechte geholt hat, doch trotzdem funktionieren die genannten Beispiele noch wunderbar, wenn ihr mehr über die Geschichten aus einer weit entfernten Galaxie hören wollt.

Spiderman 2


Einmal Superheld sein!
Dieses Spiel fällt ein bisschen aus der Reihe, da es eigentlich die Geschichte des zweiten Films von Sam Reimi nachspielt. Warum ich es trotzdem hier aufgenommen habe, ist die Tatsache, dass der Plot des Films nur einen geringen Teil des Spiels ausmacht. Die meiste Zeit erlebt ihr Abenteuer mit der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft, die im Film nicht vorkommen. Es tauchen neue Bösewichter auf, Spidermans Beziehungen werden ausdifferenzierter dargestellt und die Geschichte des Films bekommt somit durch das Spiel weitaus mehr Tiefe. Allein schon die Möglichkeit, Spideys alltäglichen Aufgaben nachzugehen und zum Beispiel Pizza auszuliefern oder davonfliegende Luftballons einzufangen, um sie den weinenden Kindern zurückzugeben, lassen euch in das Leben eines Superhelden eintauchen, wenn er nicht gerade versucht, die Welt zu retten.

Mittelerde: Mordors Schatten


Zum ersten Mal wachsen die Orks einem ans Herz
Als letztes Beispiel haben wir die Geschichte von Talion, einem Waldläufer aus Gondor, der zeitlich gesehen zwischen dem Hobbit und dem Herrn der Ringe an Mordors Grenze lebt, seine Familie verliert und daraufhin auf Rache aus ist. Dabei erhält er die Hilfe von Celebrimbor, dem Geist eines Elben, welcher damals die Ringe der Macht schmiedete. Ihr könnt hier durch Mordor reisen, gegen Orks kämpfen oder sie unter eure Gewalt bringen. Was Mordors Schatten dabei besonders macht, sind zum einen die Informationen, die ihr im Laufe der Geschichte über euren elbischen Gefährten erhaltet. Immer wieder erzählt er euch, wie die Ringe geschmiedet wurden und wie Sauron letztendlich an den einen Ring kam, was euch einen Einblick in die Historie von Tolkiens Meisterwerk gibt, den ihr aus dieser Perspektive noch nicht kennt. Zum anderen haben die Orks im Spiel nun auch alle einen individuellen Charakter und Namen. Sie sind nicht mehr nur die Monster, die in Film und Büchern reihenweise abgeschlachtet werden, sondern echte Charaktere, die sich an euch erinnern, wenn ihr sie mehrmals bekämpft habt oder denen ihr helfen könnt, selber an die Spitze ihrer Militärränge zu gelangen. Eine kompletten Rasse wird hier also eine neue Ebene geboten, die in den Büchern zu kurz kommt. Und nur über das Medium eines Videospiels werdet ihr ähnliche Sympathien und Abneigungen für ganz individuelle Orks entwickeln, da ihr in jedem Spieldurchlauf andere Charaktere kennenlernen könnt.


Wie gesagt, die genannten Spiele sind nur Vorschläge, die mir in besonderer Erinnerung geblieben sind. Fallen euch noch Titel ein, lese ich sie mir gerne in den Kommentaren durch. Ich persönlich hoffe, dass durch meine Beispiele vielleicht einige Leser*innen Lust bekommen, tiefer in ein ihnen lieb gewonnenes Universum abzutauchen. Versteht mich nämlich nicht falsch: Ich sage nicht, dass Videospiele die beste Möglichkeit sind, um eine Geschichte zu erzählen. Sie bieten neben Büchern und Filmen aber eine wunderbare Möglichkeit, eine Geschichte auf einer gänzlich neuen Ebene zu entdecken und zu erleben.

Rassismus in Videospielen am Beispiel Deus Ex

Malte | 07.08.17 | / | 2 Kommentare
Liebesgeschichte, Actionfeuerwerke, Intrigen und Comedy. Videospiele können viele Genres abdecken und Geschichten mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten erzählen. Womit sich die gesamte Branche allerdings schwer tut, sind politische Themen und damit einhergehende gesellschaftliche Probleme. Beispielsweise werden Diskriminierungsformen wenn überhaupt nur äußerst plump und zur Erschaffung einfacher Feindbilder genutzt. Einen ausdifferenzierten, fühlbaren Umgang mit Rassismus schafft kaum ein Spiel. Entweder werden simple Stereotype genutzt, um Charaktere zu zeichnen oder es wird ein großer Bogen um das Thema gemacht. Dabei bietet die aktive Teilhabe der Spieler*innen eine großartige Chance, Geschichten über Opfer von Diskriminierung zu schreiben. „Papers, please!“ schafft das ganz gut, indem es euch in die Rolle eines Grenzers setzt, der entscheiden muss, welche Personen er über die Grenze lässt und welche nicht. Spiele wie die GTA-Reihe konfrontieren uns mit rassistischen Situationen und lassen diese oft unkommentiert, was eine andere Herangehensweise an das Thema ist, die so durchaus den Alltagsrassismus in unserer Gesellschaft verdeutlicht. Doch solche Spiele sind die Ausnahme in dieser riesigen Branche.

Deus Ex zeichnet eine Dystopie voller Ausgrenzung und Überwachung

Menschen vs. "Technos"


Dementsprechend neugierig war ich, als mit Deus Ex: Mankind Divided ein Spiel angekündigt wurde, welches uns ganz explizit Rassismus aussetzen sollte. Der aktuellste Teil der Reihe spielt in einer Welt, in der Menschen sich augmentieren lassen können, also ihre Körper technisch aufrüsten, um somit Einschränkungen auszugleichen oder sich einfach zu verbessern, wenn es die Finanzen zulassen. Die Beine haben erhöhte Sprungkraft, die Augen Wärmesensoren oder eine erweiterte Sichtweite. Die Spieler*innen schlüpfen nun in die Rolle von Adam Jensen, ein Agent, der komplett aufgerüstet ist und für Interpol die Drahtzieher hinter einem Anschlag finden soll. Er lebt in einer Welt, in der nach einem verheerenden Zwischenfall diese augmentierten Menschen vom Rest der Bevölkerung ausgegrenzt werden. Im Spiel lauft ihr durch die Straßen Prags und sollt merken, wie die umstehenden Menschen Angst vor euch haben, ihr alle paar Meter in eine Polizeikontrolle geratet und euch der Zutritt zu manchen Bereichen verwehrt wird, weil ihr eben ein so genannter „Techno“ seid.
Dabei nahm das Spiel auch ein hübsches Fettnäpfchen mit, indem es durch die Verwendung der Parole „augs lives matter“ den Slogan „black lives matter“ abwandelte, als die Polizeigewalt in den USA gegen Schwarze noch ein riesiges Thema war. Ein Fettnäpfchen war es vor allem, weil der Versuch, Rassismus erfahrbar zu machen, an allen Ecken und Enden hakt. Warum Deus Ex: Mankind Divided beim Versuch, Rassismus zu thematisieren, vor die Wand gefahren ist, möchte ich in den folgenden Zeilen erörtern.

Reiche Menschen zweiter Klasse


Zuallererst dient Rassismus der Unterdrückung einer kompletten Bevölkerungsgruppe. Deus Ex: Mankind Divided zeigt das durch die eben erwähnten Polizeikontrollen, die Verbote für manche Bereiche und vor allem Golem City, ein Bereich, in den augmentierte Menschen abgeschoben werden, um dort in Slums zu leben. Nun hat Deus Ex seine Welt allerdings so aufgebaut, dass Augmentierungen alles andere als günstig sind. Augmentierte Menschen haben also entweder selbst ein großes finanzielles Kapital oder zumindest jemanden hinter sich, der dieses Kapital aufweisen kann. Die Tatsache, dass in einer kapitalistischen Gesellschaft, wie sie auch in Deus Ex gezeichnet wird, Menschen in Slums gesteckt werden, obwohl sie auf große Mengen von Geld zurückgreifen können, wirkt zwar nicht unmöglich, allerdings doch sehr befremdlich. Die Darstellung der augmentierten Menschen bricht auch mit der zuvor aufgebauten Welt, da der finanzielle Faktor völlig ausgeblendet wird und sie sich in ihre Rolle als unterdrückte, arme Menschen einfügen. Im Vorgänger war es wenigstens noch so, dass sich die Menschen, welche sich die Augmentierungen nicht leisten konnten, über Straßenkämpfe gegen diesen zu schnellen, zu unüberlegten technologischen Fortschritt und gegen die Reichen der Gesellschaft wehrten. Davon spüren wir im aktuellen Teil leider nichts mehr. Damit wirken alle Charaktere des Spiels für mich sehr unstimmig und unglaubwürdig, was der Intention des Spiels, Rassismus spürbar zu machen, einen heftigen Schuss vor den Bug gibt.

In Golem City werden Augmentierte vom Rest der Welt ausgeschlossen

Angst vor wandelnden Waffen? Wozu?


Als nächstes kommen wir zur Angst der Bevölkerung vor den augmentierten Menschen. Ziehen wir die Parallele zur realen Welt, haben wir hier eine irrationale Angst vor dem Fremden. „Besorgte Bürger“ fürchten eine Bedrohung durch Menschen, die nicht in ihr weißes Weltbild passen, sehen Terroristen in Personen, die eine neue Heimat suchen und befürchten, dass die eigenen Werte und Normen über Bord geworfen werden. Diese Aussagen basieren dabei zumeist auf einem Gefühl und nicht auf Fakten. Das Motiv für rassistisches Verhalten, vorgeschoben oder nicht, ist also nicht rational und faktisch belegbar. Im Prag der Deus Ex-Reihe ist das schon nicht der Fall. Die Angst der Menschen basiert auf einem Zwischenfall von vor einigen Jahren. Dort konnten durch einen Hack-Angriff alle augmentierten Menschen so beeinflusst werden, dass sie ihre Mitmenschen wahllos angriffen. Durch die technologische körperliche Überlegenheit waren die Konsequenzen natürlich verheerend und eine Garantie, dass ein solcher Vorfall sich nicht wiederholt, ist nicht gegeben. Die geäußerte Angst der Menschen ist also basierend auf einem vorhergegangenen Vorfall und nicht wegen eines Gefühls, einer irrationalen Angst vor dem Fremden. Versteht mich nicht falsch, selbst solch eine begründete Angst rechtfertigt nicht, dass Menschen nicht mehr als solche behandelt werden. Der Widerstand müsste sich gegen die Institutionen richten, die solche Probleme entstehen lassen und nicht gegen die Menschen. Trotzdem wird die Parallele im Spiel zu Rassismus in unserer Gesellschaft dermaßen plump gezogen, dass ich nur den Kopf schütteln kann.

Als Supersoldat gegen die Unterdrückung


Auf die Spitze getrieben wird das Ganze dann durch unseren Hauptcharakter, Adam Jensen. Er ist vollgestopft mit Augmentierungen, sein ganzer Körper quillt über vor Technik, es gibt kaum etwas, was er durch deine technologischen Vorteile nicht schaffen kann. Durch den so entstehenden Status als Supersoldat kommen wir als Spieler*innen fast nie in eine Situation, in der wir unsere Augmentierungen als störend empfinden oder durch sie irgendwelche Einschränkungen erfahren. Wir können uns aus jeder Situation herauskämpfen, außer ein paar „Verpiss dich, Techno“ von der Seite vernehmen wir keinerlei Ablehnung durch die normale Bevölkerung und einzig beim Gang in die U-Bahn müssen wir unseren Ausweis vorzeigen. Die Welt sieht Adam Jensen sofort an, dass er vollgepumpt ist mit Elektronik, Drähten und Superkräften und trotzdem werden wir die meiste Zeit ignoriert, wenn wir nicht gerade wild um uns ballern und damit absolut berechtigte Panik bei den nicht-augmentierten Menschen hervorrufen. Die Einschränkungen der Gesellschaft in Deus Ex: Mankind Divided betreffen uns nicht. Damit ist der größte Faktor zur Erfahrung von Rassismus bzw. einem Phänomen, das dem ähnelt, völlig obsolet, da wir in unserer Rolle nicht direkt damit konfrontiert werden, sondern es nur aus der dritten Person sehr unglaubwürdig dargestellt bekommen.

Adam Jensen lässt sich so schnell nichts sagen!

Es stellt sich mir jetzt die Frage, ob Deus Ex generell die falsche Reihe ist, um ein Thema wie Rassismus dort zu verarbeiten und es auch damit zu bewerben. In der umgesetzten Variante funktioniert es nämlich unter keinen Umständen. Würde der Spieß umgedreht und die Augmentierten unterdrücken die normale Bevölkerung, wäre der Effekt sicherlich ein anderer. Und weiter suche ich damit ein Spiel, welches für mich zufriedenstellend Rassismus thematisiert. Einige Monate nach Deus Ex erschien Mafia 3, welches ebenfalls mit diesem Vorsatz warb. Ob und inwiefern es dort funktioniert, kann ich nicht beurteilen, da ich Mafia 3 noch nicht gespielt habe. Sollte ich es irgendwann nachholen, werde ich aber sehr gerne meine Eindrücke schildern. Und sollte euch Leser*innen ein Spiel einfallen, welches bezüglich dieser Thematik zu empfehlen wäre, lasst es mich wissen!

Nachtwind Live@EMO - SofaGamingSpecial

Unser Team besteht aus Zockern. Ob Konsole, PC oder Brettspiele: Hauptsache, es macht Spaß. Und deswegen haben wir uns nicht lumpen lassen und ein innerhalb unseres experimentellen Nachtwind Live-Formats ein Gaming Special organisiert. Es konnte nicht nur gedaddelt werden, nein es sind natürlich auch Dinge auf der Bühne passiert. Auch bei diesem Event sind wir unserer Idee live Content für den Blog zu produzieren treu geblieben und haben Fotos gemacht, Videos aufgenommen und Tonaufnahmen mitgeschnitten. Man munkelt, dass wohl auch eine "Behind the Sceene" Kamera aktiv war.


Impressionen: Neben dem Bühnenprogramm gab es
jederzeit die Möglichkeit frei an verschiedenen
Spielstationen zu zocken und andere Gäster herauszufordern.


 Die gesamten Fotos des Events findet ihr hier.

Unser Freund David Grashoff ist Zocker, Nerd, Comedian, Poetry Slammer, Familienvater und unzähliges mehr. Trotzdem hat er die Zeit gefunden eine Runde bei uns zu zocken und ein paar Geschichten zum Besten zu geben. 



Unseren Podcast über künstliche Intelligenz haben ja schon vor einiger Zeit veröffentlicht.


Den krönenden Abschluss des Abends machte sixteen-817 mit einem kleinen Chiptune Set.


Insgesamt hatten wir ziemlich viel Spaß an dem Abend. Wir möchten an dieser Stelle allen Gästen und dem Publikum nochmal ganz herzlich für diesen entspannten Abend rund ums Zocken danken.

Warum spiele ich eigentlich immer noch Fifa 14?

Jay Nightwind | 22.06.17 | / | Kommentieren
Es ist die Saison 2025/2026 in der ersten Bundesliga. Das Transferfenster ist gerade
vorbei und bis auf einen Mittelfeldspieler, den ich noch aus meiner Zeit als Trainer in Monaco kenne, habe ich kaum Veränderungen vorgenommen. Das war auch für mich neu. Für gewöhnlich gab es keine Sicherheit in meinem Kader, wer 25 war und keine absolute Granate war wurde aussortiert. In meinen Aufstellungen herrscht Jugendwahn.

Spieler mit großen Namen gibt es schon länger nicht mehr. Leon Goretzka denkt laut der Presse im Spiel darüber nach, seinen Vertrag auslaufen zu lassen und sich zur Ruhe zu setzen. Kann er direkt in Italien bleiben und sich ein schönes Haus kaufen. Die Spieler der Mannschaften haben in den Menüs schon ein Weilchen keine Bilder mehr, einige die heute als Talente durch die Kader der Mannschaften huschen und sehr jung sind, treten jetzt als Veteranen auf. Die neuen Helden des Volksopiums in Europa haben ihre Namen aus einem sehr wechselhaften Zufallsgenerator. Pablo Jesus Rosa, Florian Dijks, Eduardo Zacarias, Akahito Kuriko empfinde ich als plausible Namen, als ich im Jugendkader den Sechszehnjährigen Zhi Gin Brosinski entdecke, verpflichte ich ihn nur wegen diesem poetischen Namen. In England ist mir natürlich auch vom Algorythmus James Bond hingeworfen worden, der leider wenig Talent für Fussball hat.

Vier Saisons lang war ich selbst als Spieler unterwegs, treu im Dienste von Atletico Bilbao, danach bin ich sehr jung Manager geworden. Le Havre, dann Monaco, denen ich für immer die Treue geschworen hätte, wäre da nicht dieses Angebot von Schalke gekommen. Die Mannschaft, der ich meines Geburtsortes wegen unsinnige Loyalität geschworen habe. In der Spielwelt gar nicht so unsinnig, habe ich sie immerhin mittlerweile zur Meisterschaft geführt. Wie im echten Leben auch: Wäre ich der Trainer und Manager, sähe es schon ganz anders aus im Profifuppes.

"Monaco war eine tolle Zeit." Jay Nightwind, Trainer Schalke04


Es ist auch 2017. Fifa 14 war eine Dreingabe zur XBox One in Europa und mit einer spät aufgeflammten Leidenschaft für Fussballspiele für mich ein gutes Geschenk. In den Kampf zwischen PES und Fifa mische ich mich nicht ein, weil: Geschenkter Gaul. Das Werbemenü der Xbox will mich zum Vorbestellen von Fifa 18 begeistern. Mein Interesse daran tut es meinem humoristischen Niveau gleich: Es ist sehr verflacht.

Es ist ein leichtes darauf zu fluchen, das EA jedes Jahr einen neuen Teil produziert, noch viel leichter darüber Witze zu machen. Inzwischen ist das kapitalistische Angewohnheit: Der Bedarf an der neusten Variante wird durch Werbung suggeriert, da mensch ja eine Kuh auch nicht nur einmal melkt und dann weg wirft. Das wird auch vollkommen zu recht kritisiert, sowohl bei Tieren, Handys, Filmen (Guck mal, ein Spiderman-Remake!), Computern und und und.
Auch ich habe Freund*Innen, die sich jedes Jahr das neuste Fifa kaufen und ich mache ihnen keinen Vorwurf daraus. Neben der Zahl im Titel gibt es ja auch tatsächlich Innovationen. Frauenfussball zum Beispiel. Dass EA sich für diesen längst überfälligen Schritt als feministische Spieleschmiede versucht feiern zu lassen empfinde ich immer noch albern, aber wichtiger ist: Es tut sich was. Aber nicht für mich.

Videospiele leben davon, dass sie ein interaktives Medium sind. Das Produkt, welches ich erwerbe, verändert sich sobald ich es verwende. Niemand bei EA kann verhindern, dass ich Fifa so spiele, wie ich es will. Das liegt in meiner Hand. Niemand bei EA kann erzwingen, dass ich anfange, das Spiel so zu spielen, wie sie es sich ausgedacht haben. Im Zeitalter von Speedrunnern, die bauliche Fehler in Spielen als Mechanismen des Spiels nutzen und definieren, ist das ein klarer aufdringlicher Gedanke. Das führt uns aber zu einem Problem:

Ich spiele den Saisonmodus und ich habe diesen endlos Modus noch nicht durchgespielt.

Im besten Fall geht das auch gar nicht. Das Spiel generiert unentwegt neue Nachwuchsspieler, welche teilweise vollkommen crazy sind, aber die Kader immer wieder auffrischen und tatsächlich für große spielerische Abwechslung sorgen. Wenn dein Torwart plötzlich auch Mittelfeld und Sturm spielen kann, dann bietet das ungeahnte Möglichkeiten. Die Stärken von Mannschaften verändern sich durch diese Spieler, die Geschichten hinter dem Fussball, die Fifa nicht mal selbst erzählt, verändern sich. Düsseldorf spielt seit vier Jahren Europa-Liga, das kann nur in einer alternativen Zukunft passieren. Ständig rücken neue Spieler nach, wie in echt und halten den Sport spannend.

Hihi. James Bond.


Technisch erahne ich aber schon, dass dieser Modus an seine Grenzen kommen wird. Die Kommentatoren fangen zwischenzeitlich an über Dinge zu sprechen, die gar nicht passiert sind, es werden Spielernamen auf anderen Plätzen erwähnt, die nicht mehr existieren, der deutsche Pokal wird regelmäßig als der niederländische anmoderiert. Feldspieler tragen lange Hosen, die dann aber manchmal unsichtbar sind. Fehler, die in einem frischen Spielstand nicht auftreten. Der Support für Fifa14 ist natürlich auch schon ewig vorbei, auf Patches brauch ich nicht mehr warten.

Und wenn es einen geben würde, dann könnte mich nur eine Sache zu einem neuen Fifa führen: Lasst mich meinen Spielstand übertragen! Von mir aus verkauft jedes Jahr ein neues Fifa, aber nehmt mir nicht meinen Fortschritt und meine ans Herz gewachsenen Helden weg. Auch wenn es nur virtuelle Leben sind, lasst sie auch etwas zählen. Wer weiß, ob ich in Fifa18 überhaupt einen wie Jesus Rosa gefördert bekommen würde. Wer weiß, ob Andrea Verre auch mit anderen Optionen so ein Badass geworden wäre? Ich will die Jungs nicht zurücklassen müssen. Ich bin der Trainer! Ich bin denen gegenüber verpflichtet, genauso wie es ein echter Trainer gegenüber seinem Verein sein sollte. Aber genau wie die Vereine es machen, kann ein Trainer einfach abgesägt werden, wenn es mal nicht mehr passt. Fifa sägt jedes Jahr die Spieler ab und den Support für einen alten Titel, damit es zu einem neuen geht, aber da gehe ich nicht mit. Auch wenn ich dann in der technischen Schweineliga spielen muss.

So und jetzt gilt es diese Saison zu einem Erfolg zu machen, mit Leuten wie Lasse Korte und Lopero Morena sollte das ja wohl kein Problem sein!

Podcast: Künstliche Intelligenz in Spielen mit Zockhard, David Grashoff und Thomas Engelhard

Jay Nightwind | 20.06.17 | / / | 1 Kommentar
Unser Andy hat also vor kurzem ein dickes Gaming-Special im Jugend- und Freizeitzentrum Emo in Essen Rüttenscheid auf die Beine gestellt. Im Rahmen dieses Abends sind wundervolle Dinge passiert und auch tolle Inhalte entstanden. Dazu gehört dieser Podcast über künstliche Intelligenzen in Videospielen. Mit am Tisch sitzen diverse Profis, Programmierer, Hobbynerds und nette Menschen. Am besten, ihr gebt euch einfach dieses Stündchen feinsten Inhalt.



Natürlich dürft ihr euch das Ganze auch wieder herunterladen und mitnehmen, falls ihr nicht die ganze Zeit am Netz hängen wollt. Wir wünschen gute Unterhaltung!

Snipperclips

Malte | 01.04.17 | / | 1 Kommentar


Oder: Das perfekte Pärchenspiel


Quelle: https://cdn03.nintendo-europe.com/media/images/10_share_images/games_15/nintendo_switch_download_software_1/H2x1_NSwitchDS_Snipperclips_deDE.jpg

Seit dem 3. März gibt es die Nintendo Switch im Handel. Damit einhergehend gibt es einige valide Kritikpunkte, die vom Kauf abraten: Der hohe Preis, kleine Macken der Technik, kaum Spiele zum Launch.
Da ich allerdings unbedingt das neue Zelda spielen wollte, war mir das alles ziemlich egal und ich habe mir die Konsole direkt am ersten Tag gekauft. Zufälligerweise hatte ich auch noch etwas Geld auf meinem eShop-Konto, welches ich in ein kleines Spielchen steckte, von dem ich zu Beginn nicht wusste, was mich erwarten würde. Der Titel des Artikels verrät das ganze natürlich sofort, daher brauche ich hier gar nicht großartig geheimnisvoll tun, sondern direkt sagen: Wenn ihr Lust habt, Menschen vor eine Konsole zu bekommen, völlig egal, ob diese schon Videospielerfahrung mitbringen oder nicht, dann holt euch Snipperclips! Es mag minimalistisch aussehen, fast schon zu kindlich, allerdings holt ihr euch mit diesem Spiel ein wunderbares Puzzleerlebnis ins Haus, welches vor allem zu zweit oder zu viert unfassbar viel Spaß bereitet.

  "Alleine ist das gesamte Spiel eher hakelig als unterhaltsam."


Snipperclips ist ein Spiel für ein bis vier Menschen. Der Einzelspieler beinhaltet allerdings trotzdem zwei Figuren, wobei ihr durch Knopfdruck zwischen diesen hin- und herwechselt. Im Multiplayer wird die zweite Figur einfach von der zweiten Person gesteuert. Das ist im Übrigen auch die Spielweise, die ich euch empfehlen möchte. Alleine ist das gesamte Spiel eher hakelig als unterhaltsam. Wenn ihr euch nicht miteinander absprechen könnt, euch unterstützt oder euch auch mal einen Streich spielt, wird das Spiel eher zur Arbeit anstatt zum Vergnügen.
Ihr habt nämlich die Möglichkeit, eure kleinen Papierwesen übereinander zu platzieren und einen Knopf zum Schnibbeln zu drücken. Der überlappende Bereich wird dann aus der zweiten Figur herausgeschnitten. So müsst ihr euch gegenseitig in Form schneiden, um diverse Rätsel zu lösen. Verschnibbelt ihr euch einmal, reicht ein fester Knopfdruck und euer Papierfigürchen wird in den Ursprungszustand zurückversetzt.
Die Aufgaben, die sich euch stellen, sind dabei äußerst vielfältig. Ihr müsst entweder vorgezeichnete Figuren nachstellen, Bilder passgenau ausschneiden, Basketbälle in Körbe transportieren, angeln, Zahnräder bewegen und vieles mehr. Alles, indem ihr eure Figuren so schneidet, wie es für euch Sinn ergibt. Das schöne dabei ist: Ihr MÜSST nicht unbedingt schnibbeln. Durch die physikbasierten Rätsel ist es auch möglich, völlig individuelle Lösungswege anzugehen, die ihr euch so ausgedacht habt. Ein Rätsel so zu schaffen, verleiht einem ein unfassbar gutes Gefühl. Ein Beispiel: Durch zwei Rohre floss eine schleimige Flüssigkeit und traf dabei auf kleine Smileys. Aufgabe war es, diese Berührungen zwischen Flüssigkeit und Smileys zu verhindern. Zu Beginn versuchten wir noch, unsere Figuren so zu formen, dass der Strom einfach abgelenkt wurde. Als dies irgendwann nicht mehr funktionierte, schnitten wir Behälter in unsere Figuren, hängten diese über die Rohre und verhinderten so jeglichen Austritt der Flüssigkeit. Die Erkenntnis, dass wir das so auch von Anfang an hätten machen können, führte zu großem Gelächter.
Gelacht wird allerdings auch, wenn die Absprachen untereinander doch nicht so gut funktionieren und eine Figur plötzlich beginnt, die zweite aggressiv wegzuschnibbeln, bis nur noch ein kleiner Fetzen übrig ist. Der kooperative Gedanke wird dann ganz schnell beiseitegeschoben und der Rätselbildschirm wird zu einem Kriegsfeld. Das hat das Spiel ebenfalls begriffen, weswegen es einen kleinen Spielmodus für den Wettstreit gibt. Dort spielt ihr entweder gegeneinander Basketball, Hockey oder eben ein Schnibbelduell. Diese Modi machen allerdings nur kurzzeitig Spaß, da dieses Zerfetzen der zweiten Spieler vor allem dann reizvoll ist, wenn dieser nicht damit rechnet und sich gerade präzise für einen Schnitt platziert. Ich bin ein sehr schadenfroher Mensch, wodurch ich jubelnd auf der Couch umherhüpfe, jemandem so kurz vor einer erfolgreichen Mission einen Strich durch die Rechnung zu machen. Hinzu kommt dann das dezente Gefühl von Angst, weil man danach nie weiß, ob und wann der oder die Mitspieler*in zurückschlagen wird.
Quelle: https://pbs.twimg.com/media/C2WJb5-VQAEieGY.jpg

 "Lacht gemeinsam und knobelt kreativ an den Lösungen für diverse Rätsel!"


Schade am Spiel ist nur, dass der Umfang für den Zwei-Spieler*innen-Modus  von 3 Welten mit je 15 Rätseln ziemlich mau ist. Der kompetitive Modus verliert schnell an Reiz und der Vier-Spieler*innen-Modus steht vor dem gleichen Problem wie zu Beginn erklärt: Ihr könnt ihn zu zweit spielen, wobei man zwei Figuren auf einmal kontrollieren muss. Auch hier wird die Steuerung also sehr hakelig und der Modus entfaltet seinen vollen Reiz demnach nur, wenn ihr zu viert vor der Konsole sitzt. Dann steigt Spaß und Chaos zwar exponentiell an, diese Möglichkeit taucht zumindest in meinem Umfeld allerdings sehr selten auf. Das heißt also, dass ihr, wenn ihr alleine seid, gänzlich auf das Spiel verzichten könnt und zu zweit der Spaß schnell vorbei ist. Trotzdem würde ich euch eine warme Empfehlung aussprechen. 20€ sind zwar alles andere als günstig für den geringen Umfang, allerdings hatte ich dafür ein paar Stunden riesigen Spaß zu zweit.
Stellt Freundschaften und Beziehungen auf die Probe, ohne euch gleich durch zu hohen Frust die Köpfe einzuschlagen, lacht gemeinsam und knobelt kreativ an den Lösungen für diverse Rätsel. Denn wenn man so gut mit einem Spiel abschalten kann, ist das Geld definitiv nicht gänzlich falsch investiert!

Quelle: https://pbs.twimg.com/media/C2WJb5-UUAAlqCK.jpg

Grüße aus Jays ForzaHorizon3 Paintshop

Jay Nightwind | 02.01.17 | / | Kommentieren
Freund*Innen!
Still war es um meinen Paintshop! Und dafür gibt es gute Gründe:
1. Ich habe zu viel bei Forza Zeit in Rennen verbracht.
2. Dann war so ganz viel Stress bei mir.
3. Und ich habe noch unzählige andere Ausreden.

Aber, ich war gar nicht mal so faul! Es gab tatsächlich Designs und Auftragsarbeiten. Hier ein Best-Of seit dem Release des Spiels. In Anführungszeichen immer der bevorzugte Suchbegriff für das Design.

Aston Martin Vulcan "Batman of the Future" 
Überraschenderweise der Kassenschlager in meinem Designshop. Am häufigsten heruntergeladen, obwohl es sich um eine sehr einfache Arbeit mit etwas Muster und einem einfachen Batmanzeichen handelt. Im Rahmen meiner Möglichkeiten ist ein kleines verspieltes Detail versteckt, welches hier nicht im Bild ist.



Audi RS4 Avant "Artillery" 
Blognachbar Madse hat sich für seinen Audi RS4 Avant ein Design gewünscht, basierend auf dem Logo einer realexistierenden Raketenabwehrartillerie. Mit militärischem Krams kenne ich mich nicht so aus, ich glaube Madse ist da von berufswegen her interessiert, aber 'nem guten Dude helf ich natürlich gerne aus. Solltet ihr auch auf Raketen stehen, oder auf Raketenabwehr, dann ist das hier die richtige Wahl für euren Familienkombi. 




Diverse Modele "Nachtwind"
Ich bin zu faul sie alle aufzuzählen, aber solltet ihr euch gerne im Design unseres Rudels kleiden wollen, tickt unseren Namen in euer Suchfeld im Design-Shop von Forza. Vieles ist einfach gehalten, aber es sind immer sehr erträgliche auffällige Outfits für eure liebsten dabei. Die Zahl der Designs nimmt auch dort rapide zu. Jeder Wagen, der sich länger bei mir hält (z.B. Opel Manta oder Volvo S60 Polestar), bekommt auch ein Blog-/Clan-/Team-Design. Das geliebte Petrol kommt dabei farblich oft vor, aber nicht ausschließlich. 



Ford Transit SuperSportVan "Nachtwind Tourbus"
Den Blog von unterwegs produzieren zu können, während wir durch ganz Europa cruisen wäre mir ja ein absolutes Träumchen. Ich bin zwar echt nicht so der Fernwehtyp, aber dort hinfahren zu können, wo die Action ist, ohne auf irgendwas warten zu müssen, überzeugt mich schon.
In Anlehnung an diese Fantasie und inspiriert vom fantastischen Instagram-Account toonimated draws, hat der Blog in der Welt von Forza dann auch ein Maskotchen bekommen. Der namenlose Dude chillt nun auf dem Tourbus und ballert neuerdings über verschneite Pisten. Das Maskotchen könnt ihr auch als "Nachtwind Mascot" runterladen und selbst für eure Design verwenden.


2016 Subaru #199 WRX STI VT15r Rally Car "Adidas" 
Natürlich bin auch ich faul. Und wenn eine andere Spieler*In ein gutes Design für ein Auto anbietet, nehme ich es dankbar an. Als ehrenhafte Erwähnung, wenn auch mir leider der Name entfallen und unauffindbar ist, möchte ich dieses Design für den Subaru stellen. Das berühmte Design der Marke "Adidas" ist grandios in diesem Wagen aufgenommen. Orange, mit dem wirklich schwierig zu arbeiten ist, kommt hier sehr glücklich unter und die Formen des Wagens sind toll betont und getroffen. Kluges Design, das gut gefällt.



Freund*Innen, ich bin nun ein bißchen in der Welt von FH3 unterwegs, da gerade relativ frisch der neue DLC erschienen ist. Der Blizzard Berg ruft und außerdem bin ich noch ein Witcher- und ein Deadpool-Design schuldig.
Wenn ihr noch Wünsche habt, dann schreibt sie in die Kommentare, wenn ihr neugierig auf meiner Designs seid, dann folgt meiner Storefront in Forza Horizon 3! Gute Fahrt! 



Tutorial: Leichte Gifs mit der XBoxOne

Jay Nightwind | 29.12.16 | / / | Kommentieren

Damals hätte es mir keiner im Internet geglaubt, aber die Zukunft sind Daumenkinobilder. Gifs sind wundervolle Kurzanimationen und kommen zur Auflockerung in unzähligen Kontexten des Internets vor. Für Gamer und Gamingseiten ist es auch immer attraktiv, witziger oder bemerkenswerte Momente als Gif einzufangen, um dann diese in Artikeln oder auf Twitter in die Umlaufbahnen zu feuern. Es muss ja nicht alles spektakulär sein, so wie da oben in der Pre-Alpha zu Astroneer darf es auch gerne mal aussehen.

Ich diene nicht im Konsolenkrieg, aber ich bin ja Bewohner einer XBoxOne und würde euch heute gerne erklären, wie ihr mit der Konsole und etwas Hilfe des Internets recht einfach Gifs aus euren Spielen erstellen könnt.
Eine Vorraussetzung vorne weg: Ihr müsst ein Konto bei XBoxLive haben, ein Gold-Account ist nicht erforderlich. Eure Einstellungen zur Privatsphäre müssen bei den Video- und Screenshot-Uploads auf "Öffentlich" stehen.

Schritt 1: Etwas aufnehmen
Von nichts kommt natürlich nichts, daher müsst ihr erstmal Basismaterial schaffen. Dafür braucht ihr erstmal ein Spiel, aus dem ihr etwas aufnehmen wollt. Habt ihr einen guten Moment - der sich in den letzten 30 Sekunden abgespielt hat - drückt zügig zweimal die leuchtende System-Taste und dann "X". Damit nehmt ihr einen Clip der letzten 30 Sekunden auf.
Solltet ihr euer Kinect angeschlossen und kallibriert haben, könnt ihr auch "Xbox, aufnehmen" sagen. Vorsicht! Achtet darauf in welcher Sprache eure Konsole eingestellt ist, sonst "versteht" sie euch nicht.
Im Normalfall sollte eure Konsole einen Capture gemacht haben.



Schritt 2: Sich selbst bei XBoxDVR besuchen
Da Hersteller häufig an attraktiven Möglichkeiten ihre Technologien zu platzieren scheitern, hat ein Halo-Clan eine Seite gebastelt, welche eure Capture aus eurem Profil auslesen und in eine geschmeidige Übersicht bringen kann. Die Seite heißt XBoxdvr.com und über die Suchfunktion könnt ihr euren Nutzernamen suchen. Dort kommt ihr dann zu einer nützlichen Übersicht, mit euren Screenshots, Clips und Achievements. Manches auf der Seite funktioniert nur als zahlendes Mitglied, aber für unsere Pläne braucht ihr dort nicht mal einen Account.

Schritt 3: Clip aussuchen

Es ist ein leichtes sich einen Clip auszusuchen, aus dem mensch ein Gif machen möchte. Ihr wisst ja, was euch gefallen hat. Wenn ihr dann den Clip angeklickt habt, könnt ihr ihn euch nochmal auf der Seite angucken. Sicher ist sicher, vielleicht ist es ja doch der falsche Clip.
Habt ihr den richtigen, müsst ihr tatsächlich nur auf den "Gif"-Knopf drücken.

Defensiv im roten Kreis versteckt in diesem Beispiel.
Solltet ihr Youtube-Profis sein, könnt ihr auch den Clip als Video herunterladen, um ihn dann in eine Compilation per Schnittprogramm einzuarbeiten. Auch ein direkter Upload zu Youtube oder auch das Einbetten des gesamten Clips in eine Homepage ist möglich. Das Einbetten hat sich aber als sperrig herausgestellt, weil der Videoplayer sehr viel Scripte mit sich bringt. Ein Gif ist komfortabler in der Anwendung. Dafür sind lange Gifs wieder nicht so praktikabel. Da müsst ihr selbst entscheiden, was ihr braucht.

Schritt 4: Die Umwandlung
Wenn ihr auf die Gif-Taste gedrückt habt, landet ihr bei Imgur, wo ihr dann den Bereich auswählen könnt, aus dem das Gif erstellt werden soll. Da sich Imgur der URL des Videos bedient, könnt ihr hier auch zum Beispiel einen Link von Youtube einfügen und aus anderen Videos Gifs erstellen. Allerdings ist die Orientierung in den langen Clips von Youtube manchmal trickreich und ihr solltet euch dort natürlich an Material halten, dass wirklich auch euch gehört.

Unten im Bild: Der Auswahl-Cursor für das Gif. Alles in diesem Bereich kommt in die Animation.
Schritt 5: Herunterladen oder Verlinken
Fertig! Euer Gif liegt nun bei Imgur rum und ihr könnt die URL verwenden, so lange diese ihren Speicherplatz nicht bereinigen. Oder aber ihr nutzt das Fähnchen oben recht am Bild und ladet euer Gif auf euren Rechner. Von dort könnt ihr es dann an all den wundervollen Orten hochladen, an denen es Freude spenden soll. Wie zum Beispiel in euren Blogartikel!



Ob übrigens mit der neuen Verknüpfung von Windows10 und den Funktionen der XBoxOne auch auf dem PC diese "Captures" zur Verfügung stehen, kann ich euch leider nicht beantworten. Sollte aber die Antwort "Ja" lauten, dann sollte dieses Tutorial in gleichem Umfang gelten.

Fragen und Anmerkungen bitte gerne in die Kommentare! Sollte sich an diesem Tutorial etwas verändern, updaten wir diesen Beitrag im Blog.